Montag, 18.12.2017 07:52 Uhr

Demonstrationen während der Trump-Rede in Seoul

Verantwortlicher Autor: Barbara Bierbrauer Seoul, 12.11.2017, 21:55 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Politik +++ Bericht 4985x gelesen
Demonstranten vor dem Südkoreanischen Parlament
Demonstranten vor dem Südkoreanischen Parlament  Bild: Barbara Bierbrauer

Seoul [ENA] Seit dem frühen Morgen versammeln sich Trump-Gegner und Trump-Befürworter in zwei voneinander getrennten Bereichen vor dem südkoreanischen Parlament. Das Gebiet um das Parlamentsgebäude ist abgesperrt, denn kurz nach 11 Uhr Morgens wird die Ankunft des US-Präsidenten erwartet.

“Nein zum Krieg!” ist die heute am häufigsten zu hörende Parole. Die Demonstranten aus dem linken Sektor haben eine Trump-freie Zone aufgebaut und, auf der Bühne wechseln sich die Redner ab. “Ich habe Angst. Wir alle haben Angst.” sagt Jay Kim, eine junge Demonstrantin, “Obwohl Nordkorea unser Nachbar ist, haben wir eigentlich nie um unsere Sicherheit gefürchtet. Jetzt aber ist die Angst groß, dass Donald Trump einen neuen Krieg anzettelt.”

Unweit der Trump-freien Zone, von Polizeibussen und Zäunen geschützt, versammeln sich die Trump-Befürworter. Es fällt ein deutlicher Altersunterschied auf - die meisten Demonstranten aus dem rechten Stimmungsspektrum sind deutlich im Rentenalter. Viele Tragen Baseball-Caps, auf denen “Korean War Veteran” (Veteran des Koreakrieges) steht. Sie haben Koreanische und US-Flaggen und Willkommensschilder. Sie rufen zum Präventiv-Angriff gegen Nordkorea aus.

Die Rede des US-Präsidenten richtet sich, ganz wie erwartet, gegen das Regime in Nordkorea aus. Die Demonstranten in beiden Bereichen verfolgen sie auf ihren Handys. Im rechten Sektor findet sie deutliche Zustimmung, im linken klingen Buh-Rufe. Nach der Rede verlässt Donald Trump das Parlamentsgebäude und besucht das nahe gelegene Seouler Nationalfriedhof, das zur letzten Station seines Besuches in Südkorea wird.

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