Montag, 18.12.2017 07:53 Uhr

Europas Blicke in den Spiegel.

Verantwortlicher Autor: Hermann Stützer [frei nach Zilahy] Salzburg, 29.10.2017, 17:08 Uhr
Kommentar: +++ Politik +++ Bericht 4554x gelesen
Europa, ein Fluß ohne Mündung.
Europa, ein Fluß ohne Mündung.  Bild: Rudio Gigler, Salzburg

Salzburg [ENA] Wer hätte gedacht, dass der Souverän mit dem Wahlzettel geradezu konzertiert die politisch Handelnden dieser Tage zwingt, den Parlamentarismus neu zu lernen. Gleiches aber beginnt sich in der Sichtweise auf Europa Bahnh zu brechen: Man erkennt, Europa ist ein Kulturprojekt, war es immer!

Ich erinnere mich nur noch vage, den Namen „Europa“ zum ersten Mal gehört zu haben. Es war wohl im Rahmen unbeliebter Schulfächer wie Griechisch und Latein. Doch es gab spannende Geschichten in der griechischen Mythologie, für welche uns Internatsknaben wirklich kundige Lehrer durchaus zu begeistern wussten. Meistens ging es dabei um unverblümte Zügellosigkeiten wie Sauf- und Fressorgien, Götterintrigen, List und Verführung, Mord und Totschlag.

Das Mädchen, von dem die Rede ist, war eine phönizische Prinzessin, welche vom Göttervater Zeus in Gestalt eines Stieres geraubt und in Gestalt eines Adlers unter einem Baum mißbraucht wurde. Toll. Eine verquere Geschichte, eine Vergewaltigung ohne genaueres Täterprofil, welche der Legende nach auf Kreta geschah, also zwischen drei Kontinenten. Die aber gab es damals ja noch gar nicht. Die haben erst wir erfunden. Quasi später also. „Europa“ hieß die Prinzessin und der Name klang in meinen Schülerohren nach Arbeit, weil nach Geschichte und Geographie.

Allerdings: geographisch gibt es Europa gar nicht. Wir sind eine Halbinsel am westlichen Zipfel Asiens, ein Subkontinent wie Indien auch, nur von weniger Menschen bewohnt, nicht so alt und nicht so identisch. Mit der eigenen Identität haben die Europäer bis heute ihre Schwierigkeiten. Hier hat nichts angefangen, aber hier wurde so gut wie alles ausprobiert. Drum hat man irgendwie auch so ein Gefühl, hier könnte sogar einmal etwas enden. Müßig wie die Frage, was zuerst war, Henne oder Ei, ist auch die Frage nach Europa und den Europäern. Genauso wenig müssten wir uns fragen, was ist europäisch und was nicht? Aber wir tun es, alle tun es, darunter vor allem jene, die sehr wenig von Europa verstehen. Viele Politiker zum Beispiel.

Zuerst wurde die Prinzessin von den Europäern selbst geraubt. Das hat genau betrachtet eigentlich nie jemanden gestört, denn früher fiel den Menschen gar nicht auf, daß sie Europäer waren. So lange, bis sie jemand angegriffen hat. Die Feinde nannten sie dann Barbaren. Doch siehe da, Europa ward dabei regelmäßig wieder völlig neu geboren. Gerade durch eben jene Barbaren, die ihre Mauern bestürmten: Wandalen, Goten, Wikinger, Bulgaren, Ungarn, Litauer. Aus all denen wurden am Ende nämlich Europäer, woraus die beeindruckende Erkenntnis wächst: Europa hat zuletzt stets ihre Bezwinger selbst bezwungen. Dann schlenderte sie wieder zum Meeresufer, um nach neuen Räubern Ausschau zu halten.

Überhaupt ist die Prinzessin immer dann am schönsten, wenn sie geraubt wird, wenn jemand bereit ist, sie zu entführen, zu lieben. Wir können bis heute nicht sagen, daß wir diese Europa wirklich kennen. Denn ihre so charakteristische Eigenschaft ist gerade die Veränderung! In den Armen jedes Geliebten wird sie immer wieder neu geboren. Sogar wenn es ein Amerikaner ist, ein Araber oder was für einer auch immer. Und sie ist noch attraktiv, obgleich sie nicht mehr in der Blüte ihres ersten Jahrtausends steht. Europa wird daher erst dann am Ende sein, wenn sie niemand mehr begehrt. Wenn ihr die Angreifer ausgehen und all die „Barbaren“ nicht mehr kommen. Dann erst wird sie am Meeresufer sitzen, vereinsamt, runzelig und mit sich zu Ende.

Wer heute diese Barbaren sind und wer die Prinzessin Europa darstellt, kann noch nicht entschieden werden. Aber bei recht vielen Entführern oder Brautwerbern - beliebt ist sie, die Braut. Osteuropa zum Beispiel. Dort gibt es viele Brautwerber mit sehr wenig Selbstbewußtsein. Man fühlt sich dort eher als schwarzes Schaf einer Familie, das durch die Hintertür zum Betteln kommt. Müssen die das, fragen die einen? Selbstbewußter sind da schon die Türken. Aber nicht jeder Hochzeiter ist in der Familie der Braut auch willkommen. Warum, fragen andere?

Wir verwechseln Europa gerne mit der EU. Man stelle sich vor, dieselbe wäre verboten; dann wäre sie bei allen wohl noch viel beliebter. Denn seit wir alle dazu gehören, ist sie nicht mehr so attraktiv für uns. Geld und Wohlstand können wir gebrauchen, aber es sind uns irgendwie die Ideale ausgegangen. Osteuropäer beispielsweise glauben nicht daran, daß sie ihr Schicksal dauerhaft selbst lenken könnten, allerdings glaubt auch keiner, daß die EU auch wirklich davon etwas versteht. Wir im relativen Westen sind nur die näheren „Amerikaner“. Und alle möchten es sich eigentlich nur am Beach gemütlich machen und Ausschau halten. Vielleicht kommen sie ja wieder, die Barbaren!

Und da ist es, das Unwort: „eigentlich“, die gefährlichste Waffe für den Meuchelmord an jeder großen Vision. Und das andere: „schließlich“, die peinlichste Offenbarung billiger Bereitschaft zur Verwechslung mit dem nackten Anspruch. Der Wähler im unserer Tage muß solche Erkenntnisse wieder neu lernen. Sie sind notwendige staatsbürgerliche Ertüchtigung und die scharfe Waffe gegen die demagogischen Hohlphrasen von Populisten.

Fragt man mich, woher ich komme und ich antworte: „aus Europa“, würde das jeder Südamerikaner oder Afrikaner genauer wissen wollen. Frage ich selber, woher ich komme, weiß ich es zwar, möchte es aber anders dargestellt wissen, jedenfalls das, was mir daran wichtig ist. Denn meine kulturelle Sozialisation fand vielleicht woanders statt. Ich bin also am ehesten dort zu Hause, wo ich mich wiederfinde – ich mich selbst. Und wo man Interesse an mir hat, auch wenn ich einige Regionen vielleicht bevorzuge. Und das ist nicht immer nur ein Ort, es kann auch ein Zustand sein, eine Stimmung, ein Milieu, ein Flair, oder ein unverwechselbar Inneres. Und so weiß ich seit langem schon, daß es die europäische Kultur ist, die ich meine Heimat nennen muß.

Manchmal träume ich. Ich treibe auf einem Fluß dahin, hindurch und vorbei an dem, was wir Europa nennen und was irgendwie immer nur im Konjunktiv besteht. Ich habe Vorstellungen davon und bin doch aufs Neue überrascht von seinen geheimnisvollen, seinen aufregenden Weiten und Tiefen. Alle Fährnisse der Menschheit gleiten an seinen Ufern vorbei: Hunger, Sklaverei, Ausbeutung, Fanatismus, Völkermord, Tyrannei und Unterdrückung, menschenverachtender Kommunismus und zähnefletschender Kapitalismus, Logistik und Wissenschaft zur Erdvernichtung, weltendrohende Unüberschaubarkeiten wie Globalisierung und Umweltzerstörung. Eine Reihe schwerer Düsternisse. Und immer wieder Krieg. So gut wie alles davon wurde in Europa erfunden, erlitten. Und überlebt.

An friedlicheren Gestaden träume ich auch die Segnungen, die der Mensch erfahren kann, von Hoffnung, Glaube, Spiritualität, Innerlichkeit, Nächstenliebe, Brüderlichkeit, träume von den größten Künstlern und Baumeistern, Philosophen und Denkern, epochemachenden Wissenschaftlern und Erfindern, oder erinnere das eruptive und enorme Gesellschaftsabenteuer der 60er-Jahre im 20. Jahrhundert – alles: Europa.

Wenn nötig, könntest du an jedem Flußufer im Namen Europas auftreten. Du bist Österreicher, Spanier, Brite, Italiener, Ungar und Deutscher. Aber du bist auch Tiroler, Katalane, Umbrer, Sinti und Niederbayer - und du kannst es herunter deklinieren bis aufs kleinste Dorf, in dem du wohnst oder jenen Straßenzug, der dein kulturelles Milieu beschreibt von Gibraltar bis – ja bis wohin? Wo immer du hinkommst, erkennt man dich. Als Europäer! Aber wo immer ich hinkomme, nennt man mich doch einen Deutschen. In Österreich erkennt man mich dennoch als Bayer und in Schwaben als Oberbayer. Es ist schwer in Europa, ein Europäer zu sein. Und ich spüre, daß ich Europa verlassen würde, wenn ich mich nur zum Europäer erklärte.

Wenn nötig, könntest du an jedem Flußufer im Namen Europas auftreten. Du bist Österreicher, Spanier, Brite, Italiener, Ungar und Deutscher. Aber du bist auch Tiroler, Katalane, Umbrer, Sinti und Niederbayer - und du kannst es herunter deklinieren bis aufs kleinste Dorf, in dem du wohnst oder jenen Straßenzug, der dein kulturelles Milieu beschreibt von Gibraltar bis – ja bis wohin? Wo immer du hinkommst, erkennt man dich. Als Europäer! Aber wo immer ich hinkomme, nennt man mich doch einen Deutschen. In Österreich erkennt man mich dennoch als Bayer und in Schwaben als Oberbayer. Es ist schwer in Europa, ein Europäer zu sein. Und ich spüre, daß ich Europa verlassen würde, wenn ich mich nur zum Europäer erklärte.

Er ist nicht Islamist sondern Muslim, sie keine Träumerin aber Buddhistin, ich bin Jude und fühle mich nicht verfolgt. Und viele sind auch Christen geblieben, obwohl sie katholisch erzogen wurden. Wir und unzählige ICHS sind alle gemeinsam verantwortlich für die Prinzessin Europa, wir alle haben sie geraubt und mißbraucht, erzogen, geprägt. Aber wir haben sie auch maskiert und zum Lotter geschminkt. Unsere christlich-europäischen Grundlagen beginnen auszubleichen und verblassen immer unverbindlicher zu womöglicher Unkenntlichkeit. Fast wie schon vergangen. Muß es so sein? „Panta Rhei“ sagt der Philosoph Heraklit: Alles fließt, geht weiter, unaufhörlich, immerzu.

Und breiter wird der Fluss und träger. Paddeln sinnlos. Weder Richtung noch Geschwindigkeit würden sich ändern entlang der Geschichte links und rechts. Und die Prinzessin – wie war es noch gleich? Unsere Namensgeberin stammt von außerhalb, raunt der Fluß. Sogar die Ursprünge der Zivilisation Europas stimmen nicht überein mit der politischen Geographie. Unversehens greift die Erkenntnis um sich: Die Prinzessin, sie wäre glatt eine Ausländerin! Auch die vielbemühte antike Wiege Europas gehört nach heutiger Lesart nicht zu Europa. Die entscheidenden kulturellen Impulse im klassischen Griechenland etwa, sie gingen überwiegend von Stadtstaaten aus, wie man weiß. Die aber lagen in einer Region, die wir früh „Kleinasien“ nannten.

Diese Städte waren nicht nur wohlhabender als die des griechischen Festlands, sondern viel mehr als diese pflegten sie vor allem einen engeren Kontakt mit den Kulturen und Traditionen des Vorderen Orients. Handel, Austausch, Bildungstourismus: „kulturelle Kommunikation“ würde man es heute nennen. Daraus entstand eine intensive, jahrhundertelange Vermischung. Und erst sie war entscheidend für die Blüte der hellenischen Frühzivilisation, die wir so gerne als die Wiege der Demokratie und die Keimzelle europäischer Kultur bezeichnen. Sie wurzelt auch und vor allem in Asien. Tatsächlich.

Genau betrachtet, ist das Werk des antiken Dichters Homer eine Kulturleistung Ioniens, der heutigen Westtürkei, die historische Stadt Troja liegt in Kleinasien. Eine der größten, zwangsläufigen Begegnungsstätten für fremde Völker und Kulturen war der Sklavenmarkt auf der Insel Delos vor der vorderasiatischen Küste. Und Thales, den Aristoteles als den Vater der europäischen Philosophie bezeichnet, war ein Bürger Milets, damals eines der führenden geistigen Zentren Kleinasiens. Aber vor allem war die Stadt Alexandrien die vorbildlichste aller Bildungsmetropolen, der zentrale Knotenpunkt von allem und jedem. Die Stadt lag im Nildelta, heutiger Lesart nach also in Ägypten.

Geistig jedoch war sie gleichermaßen beheimatet in Asien, in Afrika und in Europa. Sie war ein, sie war das intellektuelle Ferment, ein sprudelnder Quell sondergleichen: Indische Sadhus debattierten dort mit griechischen Philosophen, mit jüdischen Exegeten und römischen Architekten. Euklid schrieb seine Abhandlungen über Geometrie, Arithmetik, Proportionslehre und sogar Musiktheorie. Der Direktor der berühmten Bibliothek hieß Eratosthenes. Er errechnete den Umfang der Welt bereits mit einer Präzision, deren Fehler von nur 88 km uns heute verblüfft.

Der Grieche Ptolemaios zeichnete seine berühmten Karten und eine Mannschaft von 72 hellenistischen Juden stellte die Septuaginta zusammen, erste griechische Übersetzung des Alten Testaments. Viele Quellen als großartiges Sammelbecken europäischer Kulturgeschichte! Die Geschichte kann aber nur dann Geschichte sein, wenn sie auch im Sinne eines Jeden erzählt werden kann, andernfalls bliebe sie nur Individualepisode.

Der größte kulturelle Macht- und Stabilitätsfaktor des Kontinents war das Christentum in allen seinen Ausprägungen. Als monotheistische Religion hat sie dieselben Wurzeln wie das Judentum und der Islam. Wer aber meint, wegen der christlichen Dominanz habe der Islam in Europa nichts verloren, der hat sich nur von Schullehrern Falsches eintrichtern lassen. Und was noch schlimmer ist: sie lehrten es stets wider besseres Wissen.

Man muss dem entgegenhalten: Der bei weitem zivilisierteste und fortschrittlichste Teil Europas war über Jahrhunderte hinweg das islamische Al-Andalus, also die Kultur des Islam auf iberischem Boden. Und so ist es einfach falsch, Souveränität und Kultur Europas zu reduzieren auf die Vertreibung der "Mohammedaner" bei Poitiers 732 und jene vor Wien 1683. Jedoch die herrschende Meinung in Europa weigert sich bis heute, den Islam als Teil des eigenen kulturellen Erbes und Muslime als Mitbewohner ein- und derselben Region anzuerkennen. Man vernebelt und verwechselt alles gerne mit der Frage: EU-Beitritt der Türkei, was ungefähr so wenig zutrifft wie die Nennung einer Automarke, wenn es um die Mobilität der Menschheit geht.

Der Fluss floss früher und er fließt noch heute – er fließt immer. Alle Ausblicke auf die vorbeiziehenden Ufer zeigen es uns überdeutlich: In seinen Hoch-Blütezeiten hat die Kultur in Europa stets im Plural existiert und sie ist nie stehen geblieben. „Das einzig Ewige ist die Veränderung“, sagt ein altes Sprichwort. Wer daher Europa abschotten will, der glaubt bereits an das Ende der Geschichte.

Es ist als wolle er an der Quelle des Flusses schon seine Mündung sehen. Dabei kennt er nicht den Lauf hinter der nächsten Biegung. Wer Europa abschotten will, glaubt, dass unser System das beste und letzte ist, glaubt, daß unsere Kultur abgeschlossen und fertig ist. Man könnte auch sagen: er ist dem Tod geweiht. Denn er wird absaufen in seinem Fluß, weil er nie ankommen kann. Es hat noch keine Kultur gegeben, die je geblieben wäre. Alle sind sie an ihrem Ende in eine andere übergegangen, sind in ihrer eigenen Dekadenz untergegangen oder wurden von überlegeneren Kulturen ausgelöscht. Und wer sähe sie nicht, die übermächtige Dekadenz unserer Tage?

Das Maß aller Dinge ist die Veränderung. Eben. Und die Kultur Europas ist die Kultur von Veränderung. Die vielbemühte "Vielfalt"ist zwar ein Ergebnis, jedoch ein durch seinestetige Wandlungsfähigkeit als fließend zu begreifender Prozeß. Abgeschlossen nie! Allein eine so verstandene "Vielfalt" ist das europäischste aller europäischen Attribute. Wenn aber der Kern Europas die Vielfalt ist, kann die Zukunft konsequentermaßen nur heißen: Permanenter und organisch kommunizierender Wandel.

Erst wenn man uns das lernen läßt, wird uns die Zukunft unserer Prinzessin nicht mehr fremd sein, werden unsere Nachbarn und Mitbewohner nicht mehr Fremde sein und werden wir uns auch nicht mehr zu fürchten brauchen - nicht vor Europa und nicht vor-einander ! Denn die einzige Gefahr sind wir selbst und jene Schlauberger, die sich für omnipotente Instanzen halten, obwohl sie nicht einmal erkennen, was diese Halbinsel im Innersten ausmacht und wie sie zur kulturellen Weltmacht wurde. Solchen Menschen mangelt es schlicht an Bildung.

Gradmesser für die Prinzessin unserer Tage sind nicht Joghurtbecher, Steuerquoten oder das Bankgeheimnis, auch nicht irgendwelche Verpackungsstandards oder Gurkenkrümmungskoeffizienten, auch keine Roaming-Gebührenordnungen, Regularien für systemrelevante Banken ... usw. Nein. Das Wesen der Prinzessin liegt in ihrer Verfügbarkeit für die Räuber. Denn am Ende besiegt sie selbst alle ihre scheinbaren Bezwinger und macht sie zum Bestandteil ihrer Kultur. Das ist ihr Sieg. So ist Europa entstanden. Das ist unsere Identität.

Die Prinzessin bleibt also angewiesen auf ihre Suche nach immer neuen Barbaren und sie muss in Bewegung bleiben wie das strömende Wasser. Stetig unterwegs. Denn nur ewiges Fließen breitert den Lauf zum Strom, in dem alles einfach nur fließt. Und endlos ist allen Wassers unaufhörliches Strömen. Ununterbrochen weiter, immerzu. Die Regionalisierungstendenzen in nahezu allen Ländern der EU, sowie Wahlergebnisse dieser Tage lassen bereits ansatzweise erkennen, daß die neu sortierten Parlamente und eine jüngere Politikergeneration sich des Kulturprojekts Europa erstmals bewußter werden. Die Nachkriegsära ginge damit zu Ende, ein Paradigmenwechsel stünde bevor. Und man sähe den politischen Kontinent bewußter, den Fluss ohne Mündung.

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