Montag, 18.12.2017 07:54 Uhr

NRW-Waldzustand: Leichte Verbesserung zu 2016

Verantwortlicher Autor: Horst-Peter Nauen Düsseldorf, 22.11.2017, 12:12 Uhr
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Düsseldorf [ENA] Der Gesundheitszustand der Wälder in Nordrhein-Westfalen hat sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt leicht verbessert. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Waldzustandsbericht 2017. Insbesondere hat sich die Buche erholt - im Jahr 2016 waren noch bei jeder zweiten Buche deutliche Schäden zu beobachten, aktuell ist jeder vierte Baum betroffen. Der Zustand von Eichen und Kiefern hat sich hingegen etwas verschlechtert.

,,Es ist eine gute Nachricht, dass sich der Zustand des Waldes in Nordrhein-Westfalen insgesamt verbessert hat. Wichtigen Baumarten wie der Buche und der Fichte geht es besser als im Jahr zuvor. Allerdings zeigt die Erhebung auch, dass der Gesundheitszustand unserer Wälder nach wie vor nicht zufriedenstellend ist", sagte Umweltministerin Christina Schulze Föcking bei der Vorstellung des Berichtes in Düsseldorf.

Lutz Falkenried, der für die Waldzustandserhebung zuständige Forstwissenschaftler im Landesbetrieb Wald und Holz NRW, wies auf die großen Schwankungen in den zurückliegenden Jahren hin: ,,Prozesse im Ökosystem Wald verlaufen langsam und wechselhaft. In Abhängigkeit von den äußeren Rahmenbedingungen ist der Waldzustand durch ein Auf und Ab gekennzeichnet. So konnte etwa bei der Eiche seit 2013 eine schrittweise Verbesserung der deutlichen Schäden beobachtet werden, in diesem Jahr ist diese Entwicklung leider nicht weitergegangen."

Neues Waldbaukonzept mit Online-Informationssystem

Für 2018 kündigt Schulze Föcking die Erarbeitung eines neuen Waldbaukonzept an, das in Zukunft die bestmögliche Beratung von Waldbewirtschaftern ermöglichen soll. Es soll begleitet werden durch ein "Klimadynamisches Waldinformationssystem", das online für jedermann zugänglich sein soll. ,,Damit wird klar: Die künftige, nachhaltige Waldbewirtschaftung und die Anpassung an den Klimawandel gehen Hand in Hand", erkärte die Umweltministerin.

Der Klimawandel setzt die Wälder spürbar unter Druck: Häufigere Stürme und ungleiche Niederschlagsverteilung mit Sommertrockenheit, milde Winter und höhere Durchschnittstemperaturen die Schädlinge fördern, sind zu erwarten. ,,Wir müssen künftig vermehrt daran arbeiten, die Stabilität und Vitalität unserer Wälder zu erhöhen und fit zu machen für die Zukunft und den Klimawandel", so Schulze Föcking und wies noch einmal auf die immense Bedeutung des Waldes hin für Natur, Klima und Mensch.

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